Der Brückenbau zu Fürstenau

Die alte Holzbrücke, im Jahr 1607 gezeichnet von Hofmaler Berger

 

Fürstenau. Vom 7. September 1717 datiert ein Schreiben des Fürstenauer Rentmeisters Reulandt an seinen Fürsten und Herrn Ernst August, Bischof von Osnabrück. Mit dem Schreiben teilt der Rentmeister mit, dass "die Zugbrücke vor hiesigem Ambthaus gestern Nachmittag in den Graben gefallen, ohne zu wissen, wie solches kommen". Die ganze Holz-Brücke müsse neu erstellt werden.

Ernst August verordnet mit Schreiben vom 8. September 1717 dem Rentmeister, einen Kostenvoranschlag für das Material eines Neubaus zu erstellen und dabei die Teile der Brücke, die noch verwendbar sind, in Anschlag zu bringen. Außerdem sollen die entstehenden Lohnkosten berechnet und vorgelegt werden.

Nachdem dies erfolgt ist, wird eine Planung des Neubaus erstellt. Dazu wird ein "Abriss" der neuen Brücke verfertigt und nach dieser Vorlage 1720 mit dem Brückenbau begonnen. Die Fertigstellung wird im Februar 1721 berichtet. Eine Bauzeichnung der neuen Brücke ist erhalten. Es handelt sich dabei um eine steinerne Brücke mit einem hölzernen Zugbrücken-Mittelteil.

Der Bau erfolgt zeitgleich mit der Erstellung des Gefängnisses. Das Steinmaterial für beide Gebäude, so wird von Osnabrück angeordnet, ist aus dem Steinbruch im Gehn, von Badbergen, wo bei einem anderen Bau Steine übrig geblieben sind, sowie aus Tecklenburg zu holenden Steinen zu erbauen. Für das notwendige Holz erhält der Holzinspektor Koch, der in Fürstenau wohnt, den entsprechenden Auftrag. Im Februar 1721 sind Brücke und Gefängnis fertig.

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